Unsere Finanzierungsmodelle

BW-Modell (Baden-Württemberg-Modell)

Das BW-Modell ist das klassische Finanzierungsmodell der SFBW und wurde seit 2014 bei den Verkehrsvergaben erfolgreich eingesetzt.

  • Die Fahrzeuge werden im Auftrag der SFBW durch das Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) beschafft, welches zuvor den Zuschlag für einen ausgeschriebenen Verkehrsvertrag erhalten hat.
  • Vor Beginn des Verkehrsvertrags gehen die Fahrzeuge vom EVU in das Eigentum der SFBW über, die auch die Finanzierung übernimmt und die Fahrzeuge werden durch die SFBW an das EVU unmittelbar zurück verpachtet.
  • Für die Wartung und Instandhaltung der Fahrzeuge während des Verkehrsvertrags ist das EVU zuständig.
  • Nach Ende des ersten Verkehrsvertrags werden die Fahrzeuge durch das EVU an die SFBW zurückgegeben und von der SFBW an ein EVU für den Zeitraum eines weiteren Verkehrsvertrags erneut verpachtet.

LCC-Modell (Lebenszyklus-Modell / Lifecycle Costing)

Auf Basis der Erfahrungen mit dem BW-Modell geht die SFBW mittlerweile einen Schritt weiter und wendet das LCC-Modell an – ein innovatives, zukunftsorientiertes Konzept für den SPNV.

  • Der Life-Cycle-Cost-Ansatz nimmt die Kosten des gesamten Lebenszyklus eines Fahrzeugs stärker in den Blick.
  • Im Gegensatz zum BW-Modell werden die Züge in diesem Modell unmittelbar durch die SFBW beschafft und an ein EVU für die Dauer eines Verkehrsvertrags, wie auch im BW Modell, verpachtet.
  • Im Gegensatz zum BW-Modell wird der Hersteller der Fahrzeuge für die ordnungsgemäße Wartung und Instandhaltung über die Gesamtlebensdauer von 30 Jahren (das entspricht dem Zeitraum von zwei Verkehrsverträgen) aufkommen.
  • Nach Ende des ersten Verkehrsvertrags werden die Fahrzeuge durch das EVU an die SFBW zurückgegeben und von der SFBW an ein EVU für den Zeitraum eines weiteren Verkehrsvertrags erneut verpachtet.

BW-Modell und LCC-Modell im Überblick

BW-Modell
- wirtschaftlich und bewährt -

Im BW-Modell stehen die Finanzierungsvorteile im Vordergrund.

Die SFBW übernimmt die Fahrzeugfinanzierung, die Fahrzeuge werden von den Betreibern ausgewählt und nach Kauf durch die SFBW an die Verkehrsunternehmen verpachtet.

Dieses Modell sorgt für langfristig stabile Kosten und eine wirtschaftlich effiziente Nutzung der Regionalisierungsmittel.

Das Risiko der Fahrzeugverwendung nach der ersten Verkehrsvertragsperiode (15 Jahre) liegt beim Land.

LCC-Modell
- einheitlich und zukunftsorientiert -

Die SFBW beschafft die Fahrzeuge zentral, während die Hersteller Instandhaltung und Wartung über den gesamten Lebenszyklus übernehmen.

Fahrzeughersteller werden dadurch motiviert, ihr Fahrzeug wartungsfreundlich und dauerfest zu konstruieren und Bauteile zu verwenden, die nicht schon kurz nach Ende der Gewährleistungszeit schadhaft werden. Durch die Regelungen des Verfügbarkeitsvertrags erwartet das Land, höhere Qualität und eine höhere Verfügbarkeit der Fahrzeuge zu erreichen - Verfügbarkeitsvorgaben im LCC-Vertrag sehen eine Verfügbarkeit von 100 Prozent vor, während im BW-Modell je nach Verkehrsvertrag von bis zu 90 Prozent vorgegeben werden.

Durch die gewählten Stückzahlen wird zudem eine Vereinheitlichung des Fuhrparks über die Verkehrsverträge hinaus erreicht.

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