Plattformgedanke: Ein Basisfahrzeug (Plattform) wird erstellt, um davon verschiedene Fahrzeugvarianten abzuleiten (Batteriefahrzeuge & herkömmliche Elektrowagen), die auf Grund dessen untereinander kompatibel sind.
Das Projekt: Es sollen 161 Fahrzeuge beschafft werden. Derzeit befinden wir uns in der Ausschreibungsphase (Verhandlungsphase).
Um den Anforderungen an einen modernen und klimafreundlichen Schienenpersonennahverkehr (SPNV) gerecht zu werden, beschafft das Land Baden-Württemberg zur Inbetriebnahme von „Stuttgart 21” 156 neue hochmoderne Doppelstockzüge vom Typ Alstom Coradia Max.
Die neu überarbeitete Gestaltung der Vorgaben für das Innendesign mit Lounge- und Sitzgruppenbereichen, Dekor und Sitzgestaltung zeigen eine deutliche Aufwertung der Fahrzeuge gegenüber dem bisherigen Standard im Regionalverkehr. Neben der Lieferung der Züge liegt auch die Instandhaltung und Wartung der Fahrzeuge über 30 Jahre in der Hand von Alstom.
Auch wurde darauf geachtet, dass trotz sehr antriebsstarker Fahrzeuge (5.800 kW) mit einer Spitzengeschwindigkeit von 200 km/h sehr energiesparsame Fahrzeuge entstehen.
Im Projekt TramTrain“ haben sich 6 Verkehrsbetriebe aus Deutschland und Österreich zusammengeschlossen, um gemeinsam Entwicklung und Bau von modernen Zweisystemstadtbahnfahrzeugen in Auftrag zu geben. Im Rahmen eines Zweisystemstadtbahn-Betriebes, auch „Karlsruher Modell“ genannt, verkehren Stadtbahnfahrzeuge sowohl auf Eisenbahnstrecken im Umland, als auch auf Straßenbahnstrecken in der Stadt. Hierdurch werden die Vorteile der Eisenbahn im Umlandverkehr mit den Vorteilen einer Straßenbahn kombiniert.
Die Zweisystemstadtbahn erhöht auch die Flexibilität beim Neubau von Strecken, da bei diesen in beengten Platzverhältnissen die Vorteile von Straßenbahnen genutzt werden können.
Das Land Baden-Württemberg beschafft über die SFBW für die Regional-Stadtbahn Neckar-Alb (RSBNA) und Albtalverkehrsgesellschaft (AVG) 105 moderne Fahrzeuge vom Typ Citylink, welche von der Stadler Rail AG in Valencia gebaut werden.
ETCS (European Train Control System) in Verbindung mit ATO (Automatic Train Operation) ist das neue, einheitliche europäische Zugsicherungssystem, das über 20 verschiedene nationale Systeme ersetzt, um den Schienenverkehr sicherer, schneller und grenzüberschreitend effizienter zu machen. Es überwacht Geschwindigkeit und Position der Züge in Echtzeit, oft ohne physische Signale an der Strecke (Level 2/3), und zeigt relevante Daten direkt im Führerstand an. Laut Experten soll die Einführung von ETCS signifikante Kapazitätssteigerungen im Schienennetz im Bereich von 20 % bis über 25 % ermöglichen.
Mit dem neuen Stuttgarter Hauptbahnhof wird im Rahmen des Projekts Digitaler Knoten Stuttgart erstmals ein großer Eisenbahnknoten mit Digitalen Stellwerken und dem europäischen Zugbeeinflussungssystem ETCS/ATO ausgestattet. Der Knoten ist ein Pilotprojekt im Rahmen des Starterpakets der „Digitalen Schiene Deutschlands“. Um auch zukünftig den Stuttgarter Hauptbahnhof mit den Bestandfahrzeugen der SFBW anfahren zu können, müssen diese auf ETCS/ATO umgerüstet werden.
Betroffen sind in einer ersten Tranche 118 Fahrzeuge Stadler Flirt und Bombardier Talent. Auch alle 161 Coradia Max werden von Anfang an mit ETCS/ATO ausgerüstet sein. Das gleiche gilt auch für alle Plattformfahrzeuge.