Die Fahrzeug-Instandhaltungs-, Behandlungs- und Abstellanlage (FIBA) Ulm ist einer der wichtigsten Instandhaltungsstandorte der DB Regio in Baden-Württemberg. Die 2014 in Betrieb genommene Anlage am Standort Ulm-Söflingen ersetzt wesentliche Funktionen des historischen Bahnbetriebswerks Ulm und dient der Wartung, Instandhaltung, Reinigung und Abstellung von Regionalverkehrsfahrzeugen. Mit ihrer modernen Infrastruktur, umfangreichen Gleisanlagen und hohen Wartungskapazitäten bildet sie einen zentralen Baustein für den Bahnknoten Ulm und den Regionalverkehr in Baden-Württemberg.
Die FIBA Ulm wurde zwischen 2011 und 2013 auf dem Gelände des ehemaligen Rangierbahnhofs Ulm errichtet und im Februar 2014 offiziell in Betrieb genommen. Die Anlage wurde von der Deutschen Bahn mit einem Investitionsvolumen von rund 125 Millionen Euro errichtet und galt bei ihrer Eröffnung als modernste Instandhaltungsanlage der DB Regio in Deutschland.
Beringerstraße 30, 89077 Ulm-Söflingen
April 2011 bis Dezember 2013. Offizielle Inbetriebnahme am 1. Februar 2014
Rund 125 Millionen Euro
Der Werkstattkomplex verfügt über eine Grundfläche von rund 12.500 m² und einen umbauten Raum von etwa 134.000 m³
Rund 150 Mitarbeitende sind am Standort für Wartung und Instandhaltung tätig
Die Anlage wurde für die Instandhaltung von mehr als 150 Elektro- und Dieseltriebfahrzeugen sowie rund 180 Reisezugwagen ausgelegt
Die Anlage umfasst mehrere spezialisierte Werkstattbereiche, darunter eine Langzughalle (LZH) und eine Verbrennungstriebzughalle (VTH)
Die Langzughalle verfügt über die Instandhaltungsgleise 671 und 672, die Verbrennungstriebzughalle über die Gleise 673 und 674
Bestandteil der Anlage sind sowohl eine Außenreinigungsanlage als auch eine Innenreinigungsanlage für Reisezugwagen und Triebfahrzeuge. Zusätzlich existiert ein separater Bereich für Sonderreinigungen, beispielsweise Graffitientfernung und Unterbodenreinigung
Die FIBA verfügt über eine umfangreiche Abstellanlage mit 89 Weichen und rund 13 Kilometern Gleisanlagen. Davon dienen etwa 6 Kilometer als reine Abstellgleise für Fahrzeuge
Die Steuerung der Anlage erfolgt über das elektronische Stellwerk Ulm-Söflingen
2025 leitete DB Regio ein Modernisierungsprogramm ein. Unter anderem werden neue Hebebockanlagen mit einer Tragfähigkeit von jeweils 16 x 25 Tonnen installiert, um zukünftige elektrische Triebzüge effizient warten zu können
Im Zuge der Umstellung auf moderne elektrische Triebzüge soll die Anlage künftig Fahrzeuge der Baureihen 425, 426, 440, 442 sowie Alstom Coradia HC betreuen

Die FIBA Ulm ist heute einer der bedeutendsten Instandhaltungsstandorte der DB Regio in Süddeutschland. Durch ihre Lage am Bahnknoten Ulm, die umfangreichen Abstell- und Werkstattkapazitäten sowie die laufende Modernisierung besitzt sie eine wichtige strategische Funktion für den Regionalverkehr im Land. Darüber hinaus sprechen aktuelle Ausschreibungen und Instandhaltungsprojekte dafür, dass die Anlage künftig auch eine zentrale Rolle bei der Betreuung moderner elektrischer Triebzugflotten rund um den Bahnknoten Stuttgart und den Ausbau des Regionalverkehrs nach Inbetriebnahme von Stuttgart 21 spielen wird
Mit Blick auf die zukünftigen elektrischen Fahrzeugflotten wird die FIBA seit 2025 umfangreich ertüchtigt. Hintergrund ist die Umstellung von lokbespannten Wagenzügen auf moderne elektrische Triebzüge. Hierfür werden unter anderem neue Hebebockanlagen beschafft und die bestehenden Hallenbereiche angepasst
Seit ihrer Inbetriebnahme dient die FIBA als zentrale Werkstatt für Regionalverkehrsfahrzeuge im südöstlichen Baden-Württemberg. Im Zusammenhang mit der Umstellung von Fahrzeugflotten wurden zahlreiche Wagen aus anderen Standorten nach Ulm verlagert und die Wartungsorganisation der DB Regio neu strukturiert
Am 1. Februar 2014 wurde die Anlage offiziell durch die Deutsche Bahn und das Land Baden-Württemberg eröffnet. Verkehrsminister Winfried Hermann bezeichnete die FIBA als wichtigen Beitrag zur langfristigen Stärkung des Eisenbahnstandortes Ulm und des Schienenpersonennahverkehrs in Baden-Württemberg
Am 1. Februar 2014 wurde die Anlage offiziell durch die Deutsche Bahn und das Land Baden-Württemberg eröffnet. Verkehrsminister Winfried Hermann bezeichnete die FIBA als wichtigen Beitrag zur langfristigen Stärkung des Eisenbahnstandortes Ulm und des Schienenpersonennahverkehrs in Baden-Württemberg